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Biographisches und Aktuelles
     
 

Biografie:

Ich wurde im Mai 1965 in Borna in Sachsen geboren, wuchs mit drei älteren Schwestern und einer katholischen Erziehung auf. Gesungen wurde viel, zu Hause, in der Kirche, damals auch noch in der Schule (da lernt man auch, sich vorne hinzustellen und es zu tun). Mein Freund Thomas, der mir das Gitarrespielen beigebracht hat, meine Schwester Elisabeth, ihre Freundin Maria und ich gründeten Ende der Siebziger Jahre die Gruppe „Effata“. Wir spielten neben christlichen Jugendliedern, die wir neu arrangierten, auch Barockstücke und Lieder von mir. Aber am liebsten wollte ich erstmal Reinhard Mey spielen wie Reinhard Mey! Das gab mir den Ansporn, mir sehr viel von ihm abzuschauen (z.B. aus seinem Buch >Reinhard Mey - Von Anfang an bis heute<, Voggenreiter-Verlag) und brachte mir später von einer Musiker-Kollegin den Spitznamen >Misterpicking< ein (den ich vielleicht eher an Werner Lämmerhirt vergeben würde, aber danke, Karo!).
Mit 16 gab ich mein erstes Solokonzert als Liedermacher und begann meine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger am St. Elisabeth- Krankenhaus Leipzig. Seitdem verdiene ich mein Brot als Krankenpfleger - und etwas Honig obendrauf als Liedermacher. Einige weitere Stationen auf meinem beruflichen Weg waren die Unikliniken Leipzig, Heidelberg und Homburg/ Saar, wo ich auf der Onkologie arbeitete, die Sozialstationen Schwetzingen, Ludwigsburg, Mühlhausen und Wiesloch, die beiden letztgenannten im Kraichgau.
Oft zog ich meinen großen Lieben hinterher (was die vielen Orte erklärt). Und es erklärt noch etwas: Mir wurden drei Söhne geschenkt, 1986 Philipp, zwei Jahre später Martin und 1993 Johannes.
Noch in DDR-Zeiten gab ich mit meiner ersten Frau und einigen Freunden zusammen die „Blütenblätter“ heraus, eine nicht erlaubte Literaturzeitschrift in kleiner Auflage. (Wir mußten ja alles per Schreibmaschine mit mehreren Durchschlägen schreiben, es gab keine Kopiergeräte in Händen von Privatpersonen!)
Wichtig waren für mich auch die alljährlichen Liedermachertreffen im Brandenburger Dom, wo in einem Klima gegenseitiger Achtung und Neugierde an und mit dem gemeinsamen Material und Handwerkszeug gearbeitet wurde.
Ende der Neunziger Jahre war ich für zwei Jahre glücklicher Mit-Organisator der „Musiciens de La Rabine“, eines internationalen Musiktreffens in der Auvergne (Frankreich). In dieser Zeit nahm ich auch bei meinem Kollegen Günther W. Hornberger in Berlin meine erste CD: "Zauberwort" auf.
Ich habe immer verschiedene Musik gespielt, angefangen bei Barock-, später Renaissance- Musik, war Gastmusiker bei der Gruppe „Volk- Almanach“ in Ludwigsburg, wo wir mittelalterlichen Pilgerlieder spielten, und habe 2005 im hessischen Fischbachtal die Gruppe „halbacht“ mitbegründet, aus der später die „Mad Merinos“ wurden, mit einem Folkrock bis Country- Repertoire, in der ich bis Ende 2011 mitspielte. Für zwei Jahre haben meine damalige Partnerin und ich mit viel Freude im Kirchenchor "Cäcilia" der katholischen Gemeinde Rauenberg mitgesungen, den Professor Wassermann äußerst kompetent und charmant leitet. Außerdem gebe ich mit sehr viel Freude Gitarrenunterricht. (So kommt selbst ein Liedermacher zum täglichen Gitarre-Üben.)
2007 kam meine zweite Solo- CD heraus, "... wofür es sich zu leben lohnt". Seitdem gibt es wieder mehr Konzerte, nicht zuletzt in vielen Kirchen meiner alten Heimat. Ich freue mich jedesmal wieder, bekannte und unbekannte Gesichter zu sehen. Es ist einfach wundervoll, mit meinen Liedern so offen empfangen zu werden, mit den Zuhörerinnen und Zuhörern ins Gespräch zu kommen und immer wieder festzustellen, welche schönen Brücken zwischen Menschen die Lieder und Texte sein können. 
Seit 2013 nehme ich jedes Jahr im Februar am Liedermachertreffen mit `Werkstatt Lied´ in Frankfurt/Oder teil. Das macht richtig Freude, eben mit Kolleginnen und Kollegen an Liedern zu arbeiten, uns gegenseitig zuzuhören und Anregungen zu geben! Es sind sehr bereichernde Tage. So hegen wir eben diese wichtige Kultur des Austausches, nicht der Konkurrenz. Ich danke Pfarrer Reinhard Schülzke von hier aus nochmals herzlich für die Gastgeberrolle. Danke, Reinhard!

Und dort war es ebenfalls, wo ich meinen Liedermacherkollegen Matthias Arndt wiedergetroffen habe, den ich noch von den Liedermachertreffen im Brandenburger Dom her kannte. Mit ihm habe ich 2016 und 2018 jeweils gemeinsame Konzerte gegeben. Der Titel: "Lieder blüh'n auch unterm Eis".
Beim >Liedergipfel< in Ruhland, 2015, lernte ich den Autor des Brandenburger Kirchentagsliedes, Stephan Gümbel aus Cottbus, kennen. Er kommt eher von der klassischen Musik her, spielt in einem Bläserquartett Horn oder Trompete, ist Krankenpfleger, wie ich, und ein netter und interessanter Musikerkollege. Auch mit ihm möchte ich gerne ein neues Liederprogramm spinnen - nein, eher stricken - viele verschiedene Farben ineinander! Das soll ein schönes Muster ergeben. Und darauf kann man gespannt sein!

Seit 2018 lebe ich jetzt wieder in meiner sächsischen Heimat und arbeite in einem Spezialisierten Ambulanten Palliativ-Team hier in Freiberg. Dafür habe ich in der ersten Hälfte von 2019 in Heidelberg die Weiterbildung zum Palliativ-Fachplfeger gemacht. Um es kurz zu sagen: Unsere Aufgabe ist es, den Menschen, die wir betreuen, eine gute Lebensqualität zu ermöglichen, trotz begrenzter Lebenserwartung. Aber wer von uns weiß denn schon selbst, wie lange das ist?
Neben dieser anspruchsvollen und schönen hauptberuflichen Aufgabe sind die Konzerte und die Begegnungen mit den Musikerkolleginnen und Kollegen nicht weniger geworden.
Zum Beispiel fand 2019 zum zweiten Mal das `LiederWegeFest´ in Wernsdorf bei Berlin statt, wo sich, eingeladen vom Team um den Liedermacher Stefan Weitkus alte und neue Kolleginnen und Kollegen ein Stelldichein gaben. (www.stefanlied.de)

Gerade zu Beginn des Jahres 2020 habe ich stringent weiter an meiner dritten CD gearbeitet (auch wenn ich inzwischen den Vergleich mit gewissen Flughafen-Projekten nicht ganz von mir weisen konnte ...). Ich habe dafür neue Partner gefunden, meinen Liedermacherkollegen Bernd Pakosch aus Meißen und Hartmut Lissner aus Dresden, der sich mit der (Ton-) Technik viel besser auskennt als ich. Es gab eine wunderbare Zusammenarbeit, auch mit verschiedenen anderen Musikerkolleginnen & -kollegen, und dann konnte ich am 15. August 2020 zwei Kartons mit jeweils 500 CDs "Christof Kluge - Das letzte Hemd hat keine Taschen" in Dresden abholen! Danach freute ich mich wieder auf neue Konzerte und Begegnungen, die es auch gab - von August bis Oktober, bis zum nächsten `Lockdown´.

Naja, jetzt hoffe ich auch, dass Auftritte am Mai 2021 wieder möglich sein werden.
Außerdem haben wir eine schöne, Altbauwohnung gefunden, die gerade renoviert wird und uns ab 1. Juli mehr Raum für den Alltag bieten soll. So mit Stuck und schönen, runden Fensterbögen.